| Problemvorstellung
Die Auswertung des Windes gestaltet sich bei mir jedoch als Sorgenkind.
Abgesehen davon, dass bei den Meteorologen keine Standartmittelung wie
bei der Temperatur gibt. Die Auswertung des Windes kann quantitativ oder
qualitativ erfolgen. Qualitativ ist dies kein Problem. Unter der Einrechnung
der Windstärke werden die einzelnen Windvektoren der Daten zusammengerechnet.
Aber quantitativ gibt es Probleme, weil unbekannt ist, eie man aus Winkelgradzahlen
einen Mittelwert bilden kann. Geht das Überhaupt?, das sei hier die
Problematik, deren Lösung angestrebt wird.
Ganz konkret sieht das Problem folgender Maßen aus: Aus 10 Minuten
soll eine mittlere Windrichtung errechnet werden. Folgende Werte liegen
vor: 45°, 37°, 30°, 49°, 325°, 13°, 351°, 339°,
357°, 340°. Die Werte sind so realistisch und bedeuten einen Nordwind.
Bildet man nun das Mittel aus den vorliegenden Zahlen, so kommt man auf
188,6° - ein Südwind - ein unsinniges Ergebnis. Bei jeder anderen
Richtung würde es funktionieren, nicht aber wenn Werte einen Nordwind
anzeigen. Den Bereich einfach zu verschieben, durch Addieren von 180°
bringt das Problem nicht weiter, da nach einem sicheren Algorytmus gesucht
wird, der formelmäßig auch in Tabellenkalkulationen (hier in
einer Auswertung für Excel) verwenden kann.
Wer mehr dazu wissen möchte, wende sich direkt an den Beobachter
der Wetterstation Neuenhagen.
Hinweise
Dieser Bericht entstand auf Grund der Emailverkehrs mit Herrn Professor
Albrecht Beutelspacher. Mein Emailpartner ist Professor für diskrete
Mathematik an der Universität Giessen. Er gab den entscheidenen Anstoß
zur Lösung dieses Problems.
Wenn Sie eine Auswertetabelle gleich bestellen möchten, wenden
Sie sich hierzu an den Autor
des Artikel.
Christian Siemianowski
Stationsleiter der Wetterstation Neuenhagen |