(52°3131n.Br., 13°4136öL, 58 üNN)
|
Niederschlagsverteilung in Neuenhagen Natürlich fällt der Niederschlag nicht so gleichmäßig, wie man ihn verbrauchen kann. Aber auch der Verbrauch unterliegt einer ständigen Schwankung und hängt stets von der momentanen Wasserentnahme ab. So ist eine Speicherung gefallener und aufgefangener Niederschläge unumgänglich. Doch welche Größe sollte der Speicher haben? Eine Modellrechnung, die an der Wetterstation Neuenhagen durchgeführt wurde, soll hier einen Anhaltspunkt bieten. Zunächst sollte man sich im klaren sein: Der Niederschlag schwankt in der Ergiebigkeit von den Jahren her, von den Jahreszeiten, innerhalb eines Monats, täglich. Es gibt keine Regelmäßigkeit, in dem Fallen von Niederschlägen. Die kostenlosen Wassergaben vom Himmel sind stets abhängig von der augenblicklichen Wetterlage. Die Abweichung von den Jahren her kann bereits um 200mm im Jahresergebnis schwanken. Einen Ausgleich ähnlich wie bei der Temperatur gibt es beim Niederschlag nicht, so dass man gefasst sein sollte, in dem einen oder anderen Jahr nicht ausreichenden Niederschlag zur Verfügung zu haben. Die jahreszeitliche Schwankung bedingt sich durch die unterschiedlich starke Thermik. In den Sommermonaten ist auf Grund dessen die Niederschlagsmenge am größten. Hingegen fallen die Monate Februar/März regelmäßig eher sehr trocken aus. Noch ein paar statistische Werte der Station: Der größte Niederschlag, der an der Wetterstation Neuenhagen an einem Tag gemessen wurde, betrug 43,8mm. Natürlich kann es in einem Monat auch gar nicht Regnen. Der Monat mit dem geringsten Niederschlag war der Januar 1997, hier fielen lediglich an 2 Tagen 1,6mm. Das Modell Der Modellrechnung wurden die einzelnen Tageswerte des Niederschlages von 6 Jahren (1993 bis 1998) zugrunde gelegt. Dann wurde für jeden Tag ein theoretischer Wasserstand errechnet. Zu dem Wasserstand vom Vortag wurde der Tagesertrag hinzugerechnet und der Tagesverbrauch von 38,6Litern (als tägliches Mittel aufgeteilt aus 8+6 m³/a) abgezogen. In den Sommermonaten wurde noch zusätzlich ein täglicher Gartenverbrauch angesetzt. Der Niederschlagsertrag errechnete sich aus einer Auffangfläche von 160m², einer gewöhnlichen Grundfläche für ein Einfamilienhaus. Dieses Modell wurde für 7 verschiedene Tankgrößen berechnet. Einer davon ist als "Unendlichtank" gerechnet. Dabei wurde nur ein theoretischer Wasserstand gerechnet, der trotz ausbleibendem Niederschlag noch einen Verbrauch zuließ Die statistischen Auswertungen ergeben sich aus folgender Tabelle: Das Ergebnis
Die Tabelle lässt das Ergebnis dieser Modellrechnung deutlich werden. Kleine Behältnisse können Trockenperioden schlechter überbrücken als größere. Hier kann es sein, dass an 182 Tagen kein Regenwasser vorhanden ist. An diesen Tagen, an denen der Tank "leer fällt", muss dann eine Zuspeisung aus dem öffentlichen Trinkwassernetz erfolgen. Bei den größeren Tanks besteht aber der Nachteil, dass das Wasser nur sehr langsam "durchfließ". Die Umschlaghäufigkeit sinkt hier schnell von 275mal pro Jahr auf 31mal pro Jahr. Die längere Lagerzeit des Wassers könnte sich auf die Wasserhygiene auswirken. Am günstigsten scheint hier die Anwendung eines 4 bis 5m³ großen Tanks. Es bleiben zwar noch um die 84 Tage an denen eine Zuspeisung erfolgen muss, jedoch bleiben die Tage mit Überlauf und der Umschlag des Regenwassers in einem vertretbaren Rahmen. Bei den in der Tabelle errechneten Werten handelt es sich um Durchschnittswerte. Für die Entwicklung in der Zukunft geben die Werte keinen Aufschluss. Das Modell kann deshalb nur ein theoretischer Ansatz sein, wie sich eine solche Anlage in der Vergangenheit entwickelt hätte. Seite
Der komlette Niederschlagsratgeber findet sich unter www.alleenschutz.de/Wasser/basis.htm. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||